Sprache der Dinge – Language of Things

Materialität, Realität und Konfliktivität in Museologie, Archäologie und anderen dinglichen Wissenschaften / Materiality, reality and conflictivity in museology, archaeology and other material sciences

Arche Nebra - Sprache der Dinge Blog

Archäologie für eine Region: das Besucherzentrum Arche Nebra. / Archaeology for a whole region: the Nebra Sky Disc Visitor Center

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Unlängst war ich in Nebra & wie diese Stadt und die gesamte Region sich auf ein archäologisches Fundstück, nämlich die Himmelsscheibe von Nebra beziehen, war hier schon Thema.

Eigentlich war ich aber dort, weil ich mir ja das Besucherzentrum Arche Nebra – Die Himmelsscheibe erleben” anschauen wollte, ein neu errichtetes Gebäude das ausschließlich die Himmelsscheibe zum Thema hat und alles rund um die Fundgeschichte, den Fund selbst, und die Bronzezeit im Allgemeinen anbietet. Schon auf der Homepage war mir aufgefallen, dass die Arche Nebra wohl zu den ganz wenigen Museen gehört, die sich selber finanzieren. Freundlicherweise gab mir Fr. Werner, die Marketingmitarbeiterin der Arche Nebra, dazu noch einige weitere Daten (dafür nochmal vielen Dank!). Tatsächlich schafft es das Museum, sich zu 80-100 % (je nach Jahr) selbst zu finanzieren, das dürfte ziemlich sensationell im Kultur- & Museumsleben sein. Sicherlich tun Vermietungen, Hochzeiten, Waldführungen das Ihrige dazu, aber was ist eigentlich ehrenrührig daran sich als Museum auch solchen FInanzierungsoptionen zu öffnen? Soweit ich sehe, tut es dem Haus an sich keinen Abbruch. Dazu kommt noch, dass die Region um Saale & Unstrut seit den 90er Jahrenzu einem größeren Teil vom Tourismus lebt – und Wangen & Nebra sind sicherlich keine Publikumsmagneten wenn man daneben Naumburg oder Freyburg erleben kann.Daher stammt auch sicherlich die Idee des regionalen Marketing, die Thema des ersten Beitrages zur Himmelsscheibe war. Daher & trotz alledem: die Zahlen beweisen dass das Besucherzentrum es schafft, immer wieder viele Besucher anzuziehen! Und das ist, muss ich sagen, nicht verwunderlich denn die Arche Nebra ist eines der anregendsten und gleichzeitig besucherfreundlichsten Museen die ich bislang besucht habe. Das Haus wird zu einem Teil von Familien besucht, aber auch von Schülergruppen und grötenteils von Einzelpersonen, viele von ihnen, fast 70 %, stammen aus der weiteren Umgebung aber diverse Besucher reisen wie wir von weiter weg an, sodass die Arche Nebra aus dem ganzen Bundesgebiet Besucher anzieht. Schon beachtlich wenn man sich die sehr ruhige Umgebung betrachtet!

Gelegen nur wenige Fußminuten von der ursprünglichen Fundstelle der Himmelsscheibe mitten auf dem Land, zeigt das Gebäude in allerschönster Form die Umsetzung eines archäologischen Fundstückes in Architektur. Die Himmelsscheibe stand Pate für die Gebäudeform:

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und fügt sich wunderbar in die Landschaft ein. Man tritt durch einen langen überdachten Atriumsraum ein und das Gebäude bietet soviel Glas, dass man eigentlich doch ständig das Gefühl hat, direkt in der Landschaft zu sein. Umgeben ist das Gebäude von einem sanft ansteigenden hügeligen Gelände und angrenzendem Waldgebiet, das viel viel Platz für Außenaktivitäten bietet. Wir waren mit Kind an einem der heißesten Tage des Jahres da, der mit mehreren Workshops für Kinder auf der Wiese aufwartete: Felsbilder abpausen, “Ausgraben für Kinder”, bronzezeitliches Essen… es gab viel zu sehen und zu tun! Diese Workshops wurden mit viel Liebe und Detail durchgeführt, alle Mitarbeiter waren freundlich und aufgeschlossen, es herrschte eine angenehme, fast familiäre Atmosphäre. Das Besondere war für mich, dass diese Workshops wirklich ernsthaft versuchten, archäologisches Arbeiten nachzustellen. Hier wurdez.B.  nicht nur ausgegraben – nein, die Kinder zeichneten und katalogisierten ihre “Funde” auch auf einem Formblatt. Dadurch machten sie sich Gedanken darüber, was sie da gerade aus der Erde geholt hatten. Warum sieht das so aus? Was könnte das sein? Aus welchem Material ist das eigentlich? Zudem wurden die Kinder fast 1:1 betreut und das in so liebevoller, geduldiger Manier dass ich beinahe sprachlos war. Für Kinder auf jeden Fall eine großartige Sache, von der heute noch bei uns gesprochen wird! Zur Stärkung noch ein bronzezeitliches Würstchen mit Linsengericht vom offenen Feuer, angeboten aus einer Replik bronzezeitlicher Keramik: und los gings in die Ausstellung(en).

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Denn das interessierte mich dann doch am meisten: die Ausstellung? Ich stieß zunächst durch ein Werbeblättchen auf die Arche Nebra, in der die neueste Wechselausstellung “Herrscher der Bronzezeit beworben wurde. Die Wechselausstellungen der Arche bezogen sich bislang häufig auf sagen wir mal, recht populäre Themen: Mammuts, Ägyptische Mumien… “Herrscher der Bronzezeit” war die erste eher regional ausgelegte und auch sehr archäologische Wechselausstellung und sie war: super. Wie ein Leitfaden zog es sich durch die Ausstellung und das ganze Haus: es ist zu schaffen auch mit wenigen, kleineren und nicht ganz so spektakulären Funden großartige, informative, spannende Ausstellungen zu machen.

Außer dieser Sonderschau gibt es natürlich die Dauerausstellung, die den Fund der Himmelsscheibe sowie die Bedeutung und Interpretation des Ganzen aufarbeitet und der eigentliche Kern der Arche Nebra ist. Ich muss zugeben dass ich im Vorfeld wirklich überlesen hatte, dass das Besucherzentrum eine Replik der Himmelsscheibe ausstellt und nicht das Original. Eigentlich macht das aber überhaupt nichts, denn die Dauerausstellung ist ein absoluter Hit und die kleineren Begleitfunde, die als Originale bereit stehen, entschädigen. Natürlich steht die Himmelsscheibe im Zentrum, aber das gesamte Ausstellungs-Obergeschoß ist so ausgelegt, dass der Besucher nicht nur ständig viele viele Informationen über die spektakuläre Fundgeschichte erhält (inklusive Polizei, verdeckten Ermittlern und einem Archäologen als Undercover-Agenten in einer schweizer Kellerbar, und JA, das ist wirklich wahr!), nein, diese Information kommt auch noch anschaulich und leicht erklärt daher. Der Ausstellungsraum ist unglaublich hoch und bietet mittels eines Panoramafensters Ausblick auf den Mittelberg, auf dem sich auch die Fundstätte befindet; die Innenausstattung mit futuristischen orangefarbenen Bällen und Trichtern ist ebenfalls wieder an die Himmelsscheibe angelehnt. Hierin eingelassen sind die Bildschirme mit Informationen und immer wieder kleine Vitrinen mit Fundstücken oder überraschenden Durchblicken. Eine Replik der Himmelssscheibe zum Anfassen macht auch haptisch klar wie KLEIN aber doch schwer das Ding ist!

Für Erwachsenen gibts zudem einen digitalen Himmelscheiben-Putzer, der auf den Glasscheiben der Vitrinen virtuell umhertanzt und Dinge erzählt, für Kinder gibts das Ganze nochmal als (absoluter Knaller!): Kasperletheater in Endlosschleife auf einem Bildschirm. Ich hatte die ganze Zeit das angenehme Gefühl nicht nur wunderbare Informationen zu bekommen, sondern diese auch noch in ansprechender Form. Manchmal ist das ja bei Museen eher selten. Hier verbinden sich fachliche Informationen mit solchen die eher für das Nicht-Fachpublikum gedacht sind und die immer neuen Ein- und Durchblicke des sehr schwungvoll gestalteten Ausstellungsraumes führen dazu, dass man immer wieder neues Interesse an den dargebotenen Daten bekommt.

Ergänzt & erweitert wird die Ausstellung durch ein Planetarium, in dem es eine Präsentation zur Himmelsscheibe zu sehen gibt: ihre Herstellung, ihre astronomischen Informationen, ihre wechselhafte Geschichte als Objekt und natürlich ihre Fundgeschichte. Die Macher haben es geschafft das Ganze so zu halten dass es sowohl für Erwachsenen als auch für Kinder spannend und verständlich ist, und erfreulicherweise wurde auf viele Sterotypen archäologischen Re-Enactments verzichtet.

Was mir wirklich wichtig war und sicher einer meiner persönlichen Favoriten, das war die überall thematisierte Verquickung von archäologischem Fund und seiner Fundgeschichte. Das Thema “Raubgrabung” kam überall wieder zur Sprache, eine seltene Angelegenheit in Museen. Das Besucherzentrum konzentriert sich also nicht nur auf den unverfänglichen und spektakulären Fund, sondern kümmert sich auch noch um den gesellschaftlichen Kontext und thematisiert die Probleme mit illegaler Schatzsuche, Hobbyarchäologie und Metalldetektoren. Dies nicht nur in der Ausstellung, sondern auch während der Führungen. Ehrlicherweise muss man allerdings zugeben, dass das nicht sehr differenziert geschieht, hier werden fast aussschließlich die negativen Aspekte thematisiert, nicht der gesamte sehr kontroverse Stand der Dinge.

Obwohl ja, wie gesagt, die Himmelsscheibe selber nicht dort ist, gibts es viele kleinere Fundstücke, v.a. Steinobjekte. Diese sind zwar eher kleinteilig, aber durch die informative Präsentation und die Beschriftung mit Objekt- oder Fundnummer zusammen mit der Beschreibung für die Besucher verbindet sich hier archäologischer Arbeitsalltag mit Museumsinformation.

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Diese Idee findet sich auch an der Fundstelle wieder, an der neben dem immensen Aussichtsturm mit Blick in alle Himmelsrichtungen auch ein Spiegel an der Fundstelle und viele kleine Betonplaketten warten. Nachdem man also wahlweise dorthin 5 Minuten Bus fährt (alle 30 Minuten direkt vom Besucherzentrum!) oder dorthin läuft ( mit Kind & langsam ca. 40 Mintuen durch einen Buchenwald), steht man in einer Ringwallanlage und überall, wenn man nur richtig schaut, sind die Betonplaketten die die kleineren Funde zeigen, die auf diesem Areal NACH der Raubgrabung der Himmelsscheibe selber durch die archäologischen Nacharbeiten gefunden wurden. Bilder & Fundnummern zeigen, wieviel hier im Boden lag!

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Ich muss ehrlich sagen, dass der Besuch in der Arche Nebra rundum wunderbar war. Die Kombination von Natur & Museum, von Information & Entertainment, zusammen mit wirklich freundlichen Mitarbietern von der Kasse bis zur Kinderbetreuung – es war großartig. Dazu noch das Restaurant mit Terrasse und einem Blick auf sanften Hügel der Unstrut – es blieb eigentlich nichts zu wünschen übrig.

Wer diesen Blog verfolgt, weiß dass hier selten nur Lobeshymnen stehen und ich werde auch von keiner Institution bezahlt oder gefördert. Unser Aufenthalt in der Arche Nebra war ein reines Privatvergnügen, das einfach für mich als Archäologin & Museums-Fortbildende wunderbar war, weil es so viele Aspekte dessen vertrat was ich mir seit Jahren wünsche und selber versuche in meiner Arbeit anzubieten: Vermittlungsarbeit für ganz verschiedene Zielgruppen: Kinder, Erwachsene, Spezialisten & interessierte “Laien”. Vermittlungsarbeit auf einem Niveau, das sehr viele Menschen einschließt und unterschiedliche Informationen für unterschiedliche Gruppen in EINEM Haus und in EINER Austellung anbietet. Thematisierung archäologischer Arbeit und der Probleme, die Raubgrabungen aufwerfen. Meiner Meinung nach dürfte die Arche Nebra damit einen beträchtlichen Beitrag dazu leisten, Archäologie & Geschichte in der regionalen Wahrnehmung zu verankern – zusammen mit all den Vernetzungen und Problemen die das so mit sich bringt.

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ENGLISH VERSION (sorry, it went online sometime after the original publication but I am working on a whole lot of things right now…)

Some months ago I went to Nebra, and how this city and the whole region have been centered along with the world famous find of the Nebra sky disc – this has already been covered on this blog. But in the end, I had been inspired to visit by the existence of “The arch of Nebra – living the sky disc”. The visitor center of Nebra got a whole new building, centered exclusively on the find of the sky disc and around its complicated, James-Bond-like history and the Bronze Age. When I visited the home page of the visitor center, I noted that this has to be an institution (its seems that it´s not a museum according to the statement of the ICOM on the definition of Museums) that is financing itself based on its incomes, receiving very little state subsidies, if any at all. Thanks to Mrs. Werner, the marketing assistant of “Arche Nebra”, gave me some detailed information on how their financing works (again: thanks a lot!). They are able to auto- finance around 80-100 % of their overall budget and to be honest, that’s absolutely sensational in the cultural sphere!

Sure, the Arche is doing everything to attract visitors by offering not only the exposition and a lot of archaeology-related activities, but far more. There are weddings, hiking tours, you can rent the building if you like. But its not a shame to focus yourself on other activities as well! Moreover, the whole region of the rivers Saale & Unstrut have been living off what the tourists are willing to spend and the small village of Wangen and Nebra itself are surely no tourist magnets compared to the famous sites of Naumburg or the wine based economy and tourism of Freyburg, which are nearby. So this may be a reason for the regional marketing that was my focus in the first blog entry related to the Nebra sky disc.

But in spite of this: the number of visitors shows that the museum is able to attract a large number of people every year, around 60.000 of them. And that comes as no surprise when you have a look at the visitor center itself. In my opinion, this is one of the most welcoming, inspiring and fascinating institutions I visited in the last years. The visitors consist mainly of families, but there are school groups or individual visitors as well. Many of them, around 70%,have a regional background, but the other 30 % reside all over Germany. That’s quite impressive when you have a look at the very quiet surrounding.

The visitor center is located only a few wlaking minutes from the original place of discopvery of the Nebra Sky disc on the Mittelberg, right between Wangen & Nebra. The building has been inspired by the sky disc itself and shows beautifully how archaeological finds can be translated into actual architecture.

The building and the surroundign landscape form a harmonic entity. The entrance to the building is formed by a large atrium and there are so many glass walls that one could feel like being acutally outside instead of in a museum. The hilly, woody landscape around the visitor center offers a lot of space for any outside activity. We got there on one of the hottest days of the summer with our six year old son. The lawns around the building were being used for chidrelns activities like excavation, Bronze Age food and much more… there was a lot to do and a lot to see!

All the workshops were offered with a lot of love and warmth, and the children were taken care of in a almost personal manner. It was a very special experience to see how some details of the arcaheological work were presented to the children. This was not only about excavating “something”, no, the object was drawn, analysed and there was even a special form that the children filled in with the specifics of their discovery. And this draw them to think aboiut the objects discovered: why does the object looks like this? What could it have been? What was its use? To strengthen us before entering the exhibition, there was Bronze Age food, prepared in replicas of Bronze Age pottery on an open fire on the lawn. And then we were off to the exposition itself.

Because obviously this was the main reason of our visit: to have a look at the exposition. I had been lured to the center by an advertisement of their current temporal exposition called “Rulers of the Bronze Age”. All previous temporal expositions had focused on rather popular themes like mammoths, mummies and the like. “Rulers of the Bronze Age” was the first regionally based archaeological exposition and it was just great. It proves that with a minimum of originail objects you can do a terrific exposition that offers a lot of information in an interesting manner!

Apart from this temporal exhibition there is the permanent exposition that covers the process of the discovery of the Nebra Sky Disc, its interpretation and meaning in/for archaeology and for our society in general. This is the center of the museum, its core message. I admit that I hadn’t got the fact that the visitor center exhibits a replica of the Sky Disc and no thte orginal object, but that didn’t matter in the end. The permanent exhibition is so great and the “lesser” finds (stone chippings, sherds etc.) make up for the replica. Fo course the Sky Disc is at the cnter of the exposition, but the overall exposition includes also ifnoramation about the find of the Sky Disc (complete with police men and an archaeologist working as an undercover agent in a basement bar in Switzerland). This is not only spectacular, but it is presented in a very informative and entertaining way. The exposition hall is very high and the picture window gives way to the hill where the Sky Disc was found, creating the illusion of being inside the landscape instead of a museum. The interior design has a rather futuristic way, everything has an orange tint and the design is based on the Sky Disc, focusing on round and funnel-shaped forms. Inside these you are confronted with display cases and screens. A second replica of the Sky Disc can be touched to experiment the original weight and haptic sensation of it.

For adults there is the digital „Charman“ dancing around on the display cases, joking and telling stories about the Sky Disc. For children there is a complete puppet-theater on a screen where the whole story oft he discovery oft he Sky Disc is played by puppets. All the time I had the comfortable sensation of being informed in a leisurely way, without somebody lecturing me. Sometimes that’s rather weird at museums and here in Wangen I felt I was being welcome and giving me information was a pleasure, not a deed. Scientific information, rather interesting for myself as an archaeologist, is intertwined with the data that rather appeal to a non-scientific visitor. The interior design helps to create new interest at every step by helping architecturally with the exposition.

The exhibition is complemented by a planetarium that offers a presentation tot he meaning and making oft he Sky Disc in its different phases and the discovery process. This show, concordant with the exhibition, offers information for adults and children as well without being boring. I am moreover very thankful fort he fact that the usual stereotypes of archaeological re-enactments have been excluded in the show.

What was really important to me (and also one of my personal favourites) was the presentation of the connection between archaeology and robbery. In the case oft he Sky Disc the object was found by two men with a metal detector, an illegal activity in Germany. They sold the object to another person who tried to sell it to museums. The theme oft he „pot hunters“ came up on every twist and turn oft he exposition. That means that the museum does centre on the object, yes, but on its social and political and scientific context as well. Hobby archaeologists and metal-detectoring are a major issue in Germany and but almost never it is an issue at museums. I have to admit that the presentation of hobby archaeology etc. is not very detailed, and does not represent the controversial position s to it, but I am grateful that it is an issue at all!

And although the Sky Disc is not present at the exhibition, the smaller finds create a feeling for the site and its context. Ist all in the information that surrounds them, and the description with a find number together with an explanation create a feeling fort he archaeological everyday working routine.

This idea is present at the site, as well, which can be visited within a 20 minutes walk form the museum (or you may take the bus which is going every 30 minutes (!)). There´s an immense tower at the site, offering an overall view oft he region, pointing out several hills around the site and the nearby mountains that may have played a role in the Bronze Age. A mirror at the place of discovery and the implementation of concrete blocks at every discovery place of other objects associated with the Sky Disc create an idea about the disposition oft he objects.

I do freely admit that I enjoyed our visit at the “Arche Nebra”. The combination of nature and Museum, of information & entertainment, in addition to the friendly persons at the counters and the exhibitions – it was an overall experience that created a feeling of being welcome. To all of you who follow this blog, you will know that I am not very inclined to say that something is really GREAT. And I am not being sponsored by anyone. But our stay at “Arche Nebra” was so great for me as an archaeologist and a person who loves museums. It presented aspects of work that have been my interest for a long time and aspects I would like to see integrated into my own work: mediation with the public on a whole lot of levels: scientific, non-scientific, for children and adults. Mediation on a level that includes a lot of people. Mediation for different groups of people in ONE Museum and in ONE exhibition. Centered on archaeological work and the implications of pot hunters.

I think that the Arche Nebra is doing a great job to create an intricate connection between archaeology & history in the regional perception – together with all the implications, entanglements and problems that this brings along.

 

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